Jian Luo im Kiezblatt des Charlottenburgs
Der Artikel "Tai Chi Meister Jian Luo"
Da Jian im Kiez Charlottenburg Tai Chi Kurs und Chinesisch Kurs anbietet, ist er langsam "bekannt" geworden. Die Leute im Kiez interesieren sich für seine Geschichte: seine Kindheit, seine Familie, sein Studium, seine Erfahrung mit Tai Chi, chinesischer Philosophie und chinesischer Kunst und sein Leben. Im März fand ein Interview zwischen Jian und die Schriftstellerin des Kiezblatts, Anette Taubet, statt. Jian hat dann ausfürlich von seinem Leben erzählt. Im Juni wird das neue Kiezblatt veröffentlicht. Der Artikel von Jian sieht besonders auffällig aus.
Jian aus der Danckelmannstraße ist erst 22 Jahre alt, aber bereits ein Großmeister des Taichi, also jemand, der keinen Lehrer mehr braucht, um sich weiter zu entwickeln.
Geboren wurde Jian in Guangzhou, Hauptstadt der südchinesischen Provinz Guangdong. Es ist eine sehr alte traditionsreiche Stadt und so ist auch Jian in einem wunderschönen Holzhaus mit zahlreichen Verzierungen und Malereien aufgewachsen, die schon früh sein Interesse an der chinesischen Kultur geweckt haben.
Ob es nun der Opa mütterlicherseits war (ein bekannter Kalligraph) oder die Umgebung - er begann bereits sehr früh zu zeichnen. Malerei und Kalligraphie ersetzten das Spielzeug, das sich die Familie nicht leisten konnte und die Freunde. Denn die Kinder trafen sich nicht nach der Schule zum gemeinsamen Spiel auf den Straßen - zu oft kam es vor, dass welche entführt wurden, um verkauft zu werden.
Erst die wirtschaftliche Öffnung ab 1990 verbesserte die wirtschaftliche Lage. Um den Hänseleien der anderen zu entgehen, begann Jian schon früh sich für Kampfkunst zu interessieren. Seine Großmutter hielt ihn an, wie sie selbst, täglich Taichi-Übungen zu absolvieren um seiner Allergie entgegen zu wirken. Denn im Taichi verbindet sich Selbstverteidigung mit gesundheitlichen Aspekten und Meditation.
Ehr zufällig kam Jian dann nach Berlin - seine Deutschlehrerin kannte einige Berliner vor Ort, die Jian viel von der Stadt erzählten. Er bewarb sich an der TU-Berlin für das Fach Elektrotechnik und wurde angenommen. Ein bisschen bedauert er aber die Unübersichtlichkeit und Größe des Universitätsbetriebes, denn dies mache es schwer, andere Kommilitonen kennenzulernen.
Genügend Freunde zum Feste feiern hat er allermal und das Essen ist dabei sehr wichtig. Denn Kampfsportler verbrauchen viel Energie und so wird oft und gern deutsche, italienische oder chinesisch Küche zubereitet.
Natürlich seien Arbeit, Liebe und Familie wichtig, aber das wichtigst im Leben sei für ihn eine Weiterentwicklung auf spiritueller Ebene. Die Texte der chinesischen Philosophen Laotse und Konfuzius (und Buddhismus), die Meditationsübungen im Taichi und die Konzentration in der Kunst bedeuten für ihn Wege auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
zurueck zu Jian Luos Homepage www.taichi-fluss.de